Sympathie Magazin Mongolei verstehen

Das Sympathie-Magazin Mongolei

Sympathie Magazin „Mongolei verstehen“

Endlose Steppe, wilde Reiter, archaische Nomaden und Dschinghis Khan: wer an die Mongolei denkt, ruft in seinem Kopf schnell Klischees ab. Aber was haben die mit dem modernen Leben in der Mongolei heute noch zu tun?
Das Sympathie-Magazin Mongolei begibt sich eine große Reise durch ein sehr großes Land und trifft dabei auf eine faszinierende Kultur und reichlich Widersprüche. Wir erfahren, wie moderne Mongolen in der Hauptstadt Ulan Bator leben, einem ständig wachsenden Moloch, in dem Tradition und Moderne auf gnadenlose Weise zusammenprallen. Der Rohstoffboom der vergangenen Jahre hat eine kleine Schicht sehr reich gemacht, doch weite Teile der Bevölkerung leben immer noch in Armut. Trotzdem zieht die große Stadt wie ein Magnet zehntausende Nomaden an, die das entbehrungsreiche Leben auf dem Land aufgeben und, meist vergeblich, auf ein besseres Leben der Stadt hoffen.
Wie viel ist heute noch übrig vom archaischen Nomadenleben, das viele Menschen bei uns im Westen so fasziniert? Wir lernen eine moderne Nomadenfamilie kennen, die nach wie vor in der Jurte lebt, dem kreisrunden Filzzelt und die alle paar Monaten mit den Schaf- und Ziegenherden weiterzieht, auf der Suche nach frischen Weideplätzen. Auch ihr Leben hat sich in den vergangenen Jahren aber drastisch verändert: es gibt einen Fernseher in der Jurte, ein Mobiltelefon und die Söhne studieren in der Stadt. Trotzdem halten die Eltern alte Nomadentraditionen hoch, tauschen Schnupftabakdosen, wenn ein Fremder kommt, spielen das Schafsknöchelspiel und feiern ausgiebig das buddhistische Frühlingsfest. „Nomaden lachen mit dem Herzen“ sagt unser Magazinbotschafter, der deutsch-mongolische Schriftsteller Galsan Tschinag im Interview und er träumt davon, die Mongolei zu einem Naturschutzreservat für die gesamte Menschheit zu erklären.
Die großartigen Landschaften, die endlose Weite, die große Stille – all das gibt es in der Mongolei bis heute und das Sympathiemagazin entführt seine Leser in die schönsten Regionen des Landes. Wir schauen aber auch auf die Schattenseiten: Riesige Gold- und Kupferminen, die tiefe Wunden in die Landschaft geschlagen haben, stetig wachsende Kaschmirziegenherden, die billigen Rohstoff für den Weltmarkt liefern und so zur Ausbreitung der Wüste beitragen. Wir lernen Bolto kennen, einen sogenannten Ninja: so nennen die Mongolen die jungen Männer, die sich in Lebensgefahr begeben um in notdürftig abgestützten Schächten Gold zu schürfen.
Und wir erfahren viel über die „junge “ Mongolei: Jugendliche, die ihre vibrierende Hauptstadt mit dem Paris der 20er Jahre vergleichen, junge Frauen, die selbstbewusst ihren Weg gehen und den Männern in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens das Heft aus der Hand genommen haben.
Es gibt viel zu entdecken im neuen Sympathiemagazin: die letzten Wüstenbären der Welt, Sänger die ihren Kehlkopf vibrieren lassen, junge Künstler, die sich ein ganz eigenes Bild von ihrem Land machen, Dschinghis-Khan-Forscher, die versuchen den Kriegsherrn als Friedensfürsten umzudeuten und Wissenschaftler, die uns erklären, warum nirgends auf der Welt der Himmel so blau ist wie in der Mongolei….

Redaktion: Wolfgang Luck
Herausgegeben vom Studienkreis für Tourismus und Entwicklung
Bestelladresse: www.symathiemagazin.de

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